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KlaipÄda
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KlaipÄda (), deutsch Memel, ist eine Hafenstadt in Litauen. Die GroĂstadt (166.861 Einwohner, 2021)cite-ref-1[1] besitzt den Status einer Stadtgemeinde, hat also einen gewählten BĂźrgermeister und Stadtrat. Die vielfältige Vergangenheit â von der Zeit des Deutschordensstaats Ăźber PreuĂen, das Deutsche Reich, das Memelland, Litauen und die Sowjetunion â war und ist noch heute prägendes Merkmal dieses wichtigsten litauischen Ostseehafens, ebenso wie die zentrale Lage im Baltikum.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Klima
⢠Geschichte
⢠Etymologie
⢠Sowjetunion
⢠BevÜlkerung
⢠Religion
⢠Stadtgemeinde
⢠Stadtgliederung
⢠Bßrgermeister
⢠Verkehr
⢠ĂPNV
⢠StraĂe
⢠Eisenbahn
⢠Fernbusverkehr
⢠Wirtschaft
⢠Kirchen
⢠Synagogen
⢠Umgebung
⢠Kultur
⢠Ehrenbßrger
⢠Partnerschaften
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Lage
KlaipÄda liegt rund 120 km Luftlinie nordĂśstlich von Kaliningrad (KĂśnigsberg) und etwa 290 km nordwestlich der Landeshauptstadt Vilnius auf dem Festland an der MĂźndung der Dange (litauisch DanÄ) in das Kurische Haff gegenĂźber dem nĂśrdlichen Ende der Kurischen Nehrung, genannt Kopgalis (deutsch: SĂźderspitze). Die Stadt ist eingebettet in die kurische Landschaft Pilsaten.
Klima
Geschichte
Etymologie
Der deutsche Name Memel leitet sich von nehrungskurisch memelis, mimelis (langsam; schweigend, still) ab, im nahe verwandten Lettischen mÄms (sprachlos, stumm) und bezeichnet sowohl das Haff als auch den Unterlauf des Flusses Memel. Der Name KlaipÄda leitet sich von kurisch âklaisâ/âklaitâ (flach; frei, offen) und âpedâ (FuĂsohle, Grund) ab. Er wurde 1413 erstmals schriftlich in einem Brief des GroĂfĂźrsten Vytautas erwähnt (Caloypede).
Ursprung und StadtgrĂźndung
Archäologische Funde zeigen, dass das Gebiet nach der letzten Eiszeit durch AngehĂśrige der Hamburger Kultur, einer Variante der MagdalĂŠnien-Kultur, und durch AngehĂśrige der sĂźdeuropäischen Swidry-Kultur besiedelt war. Die Zeit von 4000 bis 2500 v. Chr. wird nach dem estnisch-russischen Grenzfluss Narwa Memel-und-Narwa-Kultur genannt. Seit etwa 2500 v. Chr. war die Region Siedlungsgebiet westbaltischer Stämme. Memel wurde um 1250 gegrĂźndet und war die älteste Stadt im späteren OstpreuĂen.
Anfang des 13. Jahrhunderts gab es an der MĂźndung der Dange eine hĂślzerne Burg der Kuren. 1252 wurde sie vom Livländischen Orden unter Eberhard von Seyne erobert, der an gleicher Stelle die Memelburg errichtete. 1253 wurde neben der Burg unter entscheidender Mitwirkung Dortmunder Kaufleute die Stadt Memel gegrĂźndet. Der Dortmunder Einfluss war dabei so groĂ, dass zuerst Ăźberlegt wurde, die Stadt Neu-Dortmund zu nennen. Die StadtgrĂźnder baten die Stadt Dortmund, ihnen eine Aufzeichnung ihres Stadtrechts und ihrer Gewohnheiten zuzusenden. Diese Niederschrift wurde 1252 mit dem Titel Ăber die Freiheit unserer Stadt erstellt. 1258 erhielt Memel dann doch lĂźbisches Stadtrecht. Es wurde nun urkundlich als Memele castrum (Memelburg, auch Mimmelburg) erwähnt. 1328 gingen Burg und Stadt an den Deutschen Orden Ăźber, wodurch Memel Teil des preuĂischen Ordensstaates wurde.
Litauen, das seit 1261 erfolgreich Widerstand gegen die Expansionsbestrebungen der Ritterorden leistete, wurde 1323 unter dem GroĂfĂźrsten Gediminas zu einem mächtigen Staat. Der litauische GroĂfĂźrst Jogaila trat 1386 zum Christentum Ăźber und heiratete die polnische Thronerbin Hedwig von Anjou, womit die Polnisch-Litauische Union begrĂźndet wurde. Polen-Litauen brachte dem Orden 1410 in der Schlacht bei Tannenberg eine schwere Niederlage bei, der sich im Ersten Thorner Frieden 1411 zu hohen Reparationszahlungen verpflichten musste. Durch die Christianisierung von Litauen war der Zweck des Ritterordens entfallen. Neue Steuern zur Finanzierung der Reparationen fĂźhrten zu innenpolitischen Konflikten des Ordens mit den Ständen, die sich, voran Städte wie Danzig, KĂśnigsberg, Elbing, im PreuĂischen Bund organisierten und dem KĂśnig von Polen unterstellten. So kam es zu weiteren Kriegen zwischen dem Orden und Polen, in denen die Stadt Memel mehrmals geplĂźndert oder abgebrannt wurde (1379, 1409, 1456, 1459, 1464, 1520).
Im Frieden vom Melnosee 1422, in dem der Orden Samaiten und andere Gebiete an Polen-Litauen abtreten musste, wurde erstmals ein alternativer Name fĂźr die Stadt Memel dokumentiert: âet castrum Memel in Samogitico Cleupeda appellatumâ (und die Memelburg, auf Samogitisch Cleupeda genannt). Die festgelegte Grenze, innerhalb deren die Stadt Memel und das Gebiet bis zum 50 Kilometer sĂźdlich in das Haff einmĂźndenden Fluss Memel dem Deutschen Orden bestätigt wurden, blieb bestehen, als der Ordensstaat in PreuĂen 1525 ins Herzogtum PreuĂen Ăźberging. Diese Grenze zwischen PreuĂen und Litauen war eine der am längsten unveränderten Grenzen in Europa, sie bestand bis 1923 â kulturell bis 1945.
1475 erhielt Memel das Kulmer Recht, auch KĂślmisches Recht genannt.
Herzogtum PreuĂen
Albrecht von Hohenzollern wandelte den Ordensstaat 1525 in das Herzogtum PreuĂen um und fĂźhrte die Reformation ein, so dass dieses PreuĂen der erste evangelisch-lutherische Staat der Welt wurde. In den letzten Jahrzehnten des Ordensstaates und den ersten Jahrzehnten des Herzogtums wurden in den Nordosten des Landes, der in der Zeit der Eroberung stark entvĂślkert worden war, auĂerhalb der Städte in groĂer Zahl Siedler aus Litauen geholt. Seit dem Regierungsantritt Herzogs Georg Wilhelms 1619 wurden PreuĂen und Brandenburg in Personalunion von den KurfĂźrsten und KĂśnigen aus dem Haus Hohenzollern regiert.
Brandenburg-PreuĂen und Deutsches Reich (bis zum Ersten Weltkrieg)
Memel erstarkte wirtschaftlich, bis es durch den Vertrag von Altmark von 1629 bis 1635 unter schwedische Verwaltung geriet. Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg nahmen 1678 die Schweden Memel erneut ein und brannten es nieder. Von diesem Schlag erholte sich die Stadt nur langsam. Im Siebenjährigen Krieg war Memel von 1758 bis 1762 von russischen Truppen besetzt. Danach folgte eine Zeit der wirtschaftlichen Erholung, bedingt durch einen Ausbau der Holzwirtschaft fßr den Schiffbau.
Als während des PreuĂisch-FranzĂśsischen Krieges KĂśnig Friedrich Wilhelm III. in den äuĂersten Osten PreuĂens flĂźchten musste, machte er Memel von Januar 1807 bis Januar 1808 zu seiner Residenz. Das Oktoberedikt, das zum Kern der preuĂischen Reformen wurde, erging von Memel aus.cite-ref-2[2]
Seit 1811 bestand das Land- und Stadtgericht Memel. 1849 wurden in PreuĂen die Patrimonialgerichte abgeschafft und das Kreisgericht Memel gebildet. 1879 entstand das Amtsgericht Memel im Sprengel des Landgerichts Tilsit. 1895 wurde das Landgericht Memel aus dem Tilsiter Landgericht abgetrennt.
Mit dem Luisengymnasium Memel verfĂźgte die Stadt seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Ăźber ein Gymnasium; es war aus der im 16. Jahrhundert gegrĂźndeten GroĂen Stadtschule hervorgegangen, deren SchĂźler auch Simon Dach gewesen war.cite-ref-3[3]
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts verfĂźgten die in Memel niedergelassenen Reeder Ăźber 97 Handelsschiffe.cite-ref-4[4] Ein weiterer wirtschaftlicher Aufschwung, auch infolge der Blockade Russlands im Krimkrieg, wurde 1854 von einem GroĂfeuer, das weite Teile der Stadt vernichtete, nur kurzzeitig unterbrochen.
Die Provinz PreuĂen, und damit auch Memel, gehĂśrte weder zum Heiligen RĂśmischen Reich noch bis auf die Jahre 1848 bis 1851 zum Deutschen Bund, obwohl es Teil Brandenburg-PreuĂens war. Erst 1867 mit der GrĂźndung des Norddeutschen Bundes wurde es Teil eines grĂśĂeren deutschen Staates und damit 1871 Teil des Deutschen Kaiserreichs. 1882 wurde am Haff ein Hafen fĂźr grĂśĂere Schiffe gebaut und in Betrieb genommen.cite-ref-5[5] 1899 wurde das Lepraheim Memel eingeweiht. Im 20. Jahrhundert war es das einzige in Europa.
Im Ersten Weltkrieg besetzte die Kaiserlich Russische Armee 1915 kurzzeitig (vom 18. bis zum 25. März) die Stadt. Dabei wurden Zivilisten ermordet und verschleppt. Der Generalstab der Kaiserlich Russischen Armee rechtfertigte dies mit dem Hinweis, dass sich deutsche Zivilisten an den Kämpfen um die Stadt beteiligt hätten.cite-ref-6[6] Die Kriegsverbrechen in Memel wurden in Deutschland genutzt, um russenfeindliche Stereotypen zu bestärken.cite-ref-7[7] KriegszerstÜrungen wurden rasch mit Hilfe der Patenstadt Mannheim behoben.cite-ref-8[8] Zum Teil entstand Wohnbebauung der klassischen Moderne.
FranzĂśsische Verwaltung
Auf Betreiben Frankreichs legte der Friedensvertrag von Versailles in Artikel 99 fest, dass Deutschland in den Gebieten rechts der Memel (Memelgebiet) âauf alle AnsprĂźche und Rechteâ verzichtet. Die Entscheidung wurde damit begrĂźndet, dass etwa die Hälfte der Einwohner des Memelgebietes litauischer Muttersprache sei, obwohl die Stadt seit ihrer GrĂźndung nie zu Litauen oder Polen gehĂśrt hatte.cite-ref-aa1919-9-0[9] Im sogenannten Akt von Tilsit hatte 1918 eine kleine Minderheit von litauischen Intellektuellen die Angliederung an Litauen gefordert. Das Gebiet wurde am 15. Februar 1920 ohne Volksabstimmung von Deutschland abgetrennt und vorläufig einem franzĂśsischen Gouverneur unterstellt.
Litauen (zwischen den Weltkriegen)
Zeitgleich mit Beginn des deutsch-franzĂśsischen Konfliktes um die Ruhrbesetzung nahmen im Januar 1923 als einheimische Aufständische getarnte AngehĂśrige von SchĂźtzenvereinen und regulären Truppen Litauens das Memelland in Besitz, ohne dass die franzĂśsische Garnison Widerstand leistete.cite-ref-10[10] Die Litauer benannten Memel in âKlaipÄdaâ um und annektierten im Jahr darauf das nun âKlaipÄda-Bezirkâ genannte Memelland.
1925 garantierten die Siegermächte (Vereinigtes KÜnigreich, Frankreich, Italien, Japan) die Memelkonvention, einen Sonderstatus des Memellandes, der die Autonomie der deutschen BevÜlkerung unter litauischer Verwaltung sicherstellen sollte.
Die Situation zwischen den deutsch- und litauischsprachigen Memelländern einerseits und den Litauern andererseits blieb gespannt und fßhrte 1926 zur Verhängung des Kriegsrechtes, welches die autonome Verwaltung einschränkte.
Wahlergebnisse in den Folgejahren spiegelten den ßberwiegenden Wunsch nach einem Anschluss an das Deutsche Reich bzw. der Unabhängigkeit des Memellandes von Litauen wider (jeweils ßber 75 Prozent der abgegebenen Stimmen). Bei den 1938 gehaltenen Wahlen, welche von Litauen initiiert wurden, stimmten die Memelländer zu 87 Prozent fßr eine deutsche Einheitsliste.
Von Juni 1931 bis Dezember 1944 war Wilhelm Brindlinger der letzte OberbĂźrgermeister Memels.
Deutsches Reich (Zweiter Weltkrieg)
Am 20. März 1939, fĂźnf Tage nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Prag und der Errichtung des Protektorats BĂśhmen und Mähren, erfolgte ein deutsches Ultimatum an Litauen. Am 22. März 1939 schloss die litauische Regierung unter starkem Druck mit Deutschland einen Ăbergabevertrag (Deutsch-litauischer Staatsvertrag). Die Stadt KlaipÄda wurde vom Deutschen Reich annektiert.
Im FrĂźhling 1941 wurden im Memelland Truppen der Wehrmacht zum Krieg gegen die Sowjetunion zusammengezogen, die 1940 Litauen annektiert hatte. Im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurden im Oktober 1944 Memels Bewohner ins Innere OstpreuĂens vor der herannahenden Roten Armee evakuiert. Diese eroberte am 28. Januar 1945 in der OstpreuĂischen Operation die durch Luftangriffe und Kampfhandlungen zur Hälfte zerstĂśrte, fast menschenleere und von der Wehrmacht geräumte Stadt.
Sowjetunion
Memel wurde mitsamt dem ehemaligen Memelgebiet in die Litauische SSR eingegliedert und mit ihrem 1422 erstmals erwähnten kurischen Namen KlaipÄda benannt. Neben den wenigen zurĂźckgekehrten Einwohnern wurden Litauer und viele AngehĂśrige anderer Nationalitäten der Sowjetunion angesiedelt, insbesondere Russen. In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 57 fĂźr deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.cite-ref-11[11] Schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital 2652, Ĺ ilutÄ, versorgt.
Im September 1945 legte in dem zuvor weitgehend zerstĂśrten und durch Wracks blockierten Hafen wieder das erste Schiff an. Spätestens von 1952 an war der Hafen ein beliebter Zugangsweg fĂźr geschmuggelte westeuropäische LuxusgĂźter in die Sowjetunion. Beginnend in den 1960er Jahren wurde der Hafen zunehmend von Schiffen aus Westeuropa angefahren, mehrheitlich von solchen aus der Bundesrepublik Deutschland, die aber niemals unter deutscher Flagge fuhren, gefolgt von finnischen Schiffen. Im Jahr 1985 legten rund 400 âkapitalistische Schiffeâ an. Ebenso fuhren Schiffe mit Heimathafen KlaipÄda zunehmend westeuropäische Häfen an. In den 1970er Jahren wurde ein Terminal fĂźr die Bahn-See-Verladung von Ăl in Betrieb genommen. Insgesamt blieb der Hafen aber nach Leningrad, Kaliningrad, Tallinn und Riga ein weniger bedeutender Ostseehafen der Sowjetunion.cite-ref-12[12]
Litauen (seit 1990)
Kurz vor dem Zerfall der Sowjetunion wurde Litauen 1990 unabhängig und machte KlaipÄda zu einer freien Wirtschaftszone. Seitdem erlebte die Stadt einen starken Wirtschaftsaufschwung, der bis heute anhält und sich zu einem nicht geringen Anteil darauf grĂźndet, dass das Kaliningrader Gebiet eine russische Exklave ist und somit auĂerhalb des EU-Gebiets liegt, was die dortigen Grenzabfertigungen kompliziert und den Standort KlaipÄda somit attraktiver macht. Bis zu deren AuflĂśsung 2010 war KlaipÄda Sitz der Verwaltung des Bezirks KlaipÄda.
BevĂślkerung
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war Memel eine deutsche Stadt mit einer litauischen Minderheit von 11 % (1931).cite-ref-13[13] Dazu kam in den heute eingemeindeten FischerdĂśrfern eine Minderheit nehrungskurisch sprechender Kuren (Eigenbezeichnung: Kursenieki), wobei hier schon groĂe Differenzen zwischen zahlreicheren Sprechern auftraten, die Nehrungskurisch nur noch als Fachsprache im Fischereigewerbe (FischzĂźge, Fischmärkte, Fischauktionen) verwendeten und der geringeren Zahl, die es auch im Alltag sprachen. Nach der Volkszählung im März 1897 sprachen damals in Melneragen (MelnragÄ) in dem Jahr noch 560 Einwohner Nehrungskurisch, nur 20 auch im Alltag; in Bommelvitte (Bomelio VitÄ, mit gegenĂźber liegendem SĂźderspitze/Sandkrug, lit. SmiltynÄ) sprachen noch ca. 1000 Menschen die Sprache, die meisten davon nur als Fischersprache, nur ca. 30 verwendeten sie auch als Alltagssprache.cite-ref-14[14]
Die gesamte BevĂślkerung des Memellands einschlieĂlich der Stadt Memel ist im Oktober 1944 evakuiert worden. Beim Einmarsch der Roten Armee Ende Januar 1945 befanden sich weniger als 50 Menschen in der Stadt. Der grĂśĂte Teil der evakuierten Memeler flĂźchtete 1945 aus OstpreuĂen ins restliche Deutschland. Anders als in der sĂźdlich angrenzenden Oblast Kaliningrad hat die Sowjetunion die Einwohner des Memellands nach Kriegsende nicht vertrieben, sondern zur RĂźckkehr aufgerufen. Die RĂźckkehrer, darunter relativ wenige Stadtbewohner, waren gegenĂźber den zugezogenen SowjetbĂźrgern benachteiligt und konnten beispielsweise erst 1947 die sowjetische StaatsbĂźrgerschaft erwerben. So verlieĂen 6000 von ihnen das Land, als sich 1958 erstmals die legale MĂśglichkeit dazu bot.cite-ref-15[15]
In die Stadt KlaipÄda zogen vor allem Russen. Ihr Anteil lag zunächst hĂśher als der litauische und deutsche zusammen. Obwohl viele von ihnen wieder wegzogen, ist die litauische OstseekĂźste heute ein Schwerpunkt der in Litauen verbliebenen russischen Minderheit. Die bei weitem grĂśĂte BevĂślkerungsgruppe bilden die aus dem Ăźbrigen Litauen zugewanderten, traditionell Ăźberwiegend katholischen Litauer, vor allem Ĺ˝emaiten. 2008 hatte die Stadt 183.828 Einwohner, also mehr als zwischen den Weltkriegen das gesamte Memelgebiet.
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1682 | 1000 | [ 16 ] |
| 1782 | 5559 | in 514 Wohnhäusern, ohne das Militär und die im Sommer anwesenden Touristen [ 17 ] |
| 1805 | 6361 | davon 1155 Militärpersonen [ 18 ] |
| 1810 | 6886 | 303 Katholiken, 24 Mennoniten und 30 Juden, alle Ăźbrigen Einwohner waren Evangelische [ 18 ] |
| 1816 | 6000 | [ 16 ] |
| 1818 | 7741 | [ 19 ] |
| 1828 | 8278 | [ 18 ] [ 20 ] 297 Katholiken, 20 Mennoniten und 52 Juden, alle Ăźbrigen Einwohner waren Evangelische [ 18 ] |
| 1831 | 7734 | [ 21 ] |
| 1843 | 10.026 | [ 16 ] |
| 1849 | 10.779 | in 792 Privathäusern [ 22 ] |
| 1858 | 15.984 | davon 14.853 Evangelische, 724 Katholiken, fĂźnf Mennoniten und 402 Juden; Umgangssprache ist Deutsch [ 23 ] |
| 1867 | 19.003 | am 3. Dezember [ 24 ] |
| 1871 | 19.008 | am 1. Dezember, davon 16.711 Evangelische, 923 Katholiken, 334 sonstige Christen und 1040 Juden; [ 24 ] nach anderen Angaben 19.019 Einwohner, darunter 900 Katholiken und 430 Juden (900 Litauer ) [ 25 ] |
| 1890 | 19.282 | davon 17.206 Evangelische, 723 Katholiken, 492 Sonstige und 861 Juden (900 Litauer ) [ 26 ] |
| 1905 | 20.687 | mit der Garnison (ein Bataillon Infanterie Nr. 41), davon 862 Katholiken und 899 Juden [ 27 ] |
| 1910 | 21.470 | , [ 16 ] davon 19.301 Evangelische, 986 Katholiken und 785 Juden [ 28 ] |
| 1925 | 35.927 | [ 26 ] |
| 1937 | 39.056 | [ 16 ] |
| 1940 | 43.285 | [ 16 ] |
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1950 | 48.500 [ 16 ] |
| 1959 | 89.500 [ 16 ] |
| 1970 | 140.342 [ 16 ] |
| 1979 | 176.648 [ 16 ] |
| 1992 | 207.100 |
| 2001 | 192.954 |
| 2008 | 183.828 |
| 2011 | 162.898 |
| 2019 | 147.898 |
Religion
Die meisten konfessionell gebundenen Einwohner gehĂśren der rĂśmisch-katholischen Kirche an. Deren Kirchen gehĂśren zum Dekanat KlaipÄda des Bistums TelĹĄiai. Wichtigste Kirche in der Stadt ist die Pfarrkirche Maria Frieden. Minderheiten gehĂśren der russisch-orthodoxen Kirche, der evangelisch-lutherischen Kirche und den Baptisten an.
Wappen und Flagge
Die UrsprĂźnge des Wappens in Gold auf rotem Grund lassen sich bis auf Siegel aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts nachweisen. Das alte Wappen von Memel wurde von der Stadt KlaipÄda Ăźbernommen und zeigt in der Mitte den zinnenbewehrten Burgturm der Memelburg, an beiden Seiten von hĂślzernen Baken flankiert und von der Wallanlage geschĂźtzt. Das stabile Ruderboot deutet auf die Lage der Memelburg am Kurischen Haff und stellt die Fähre zur Kurischen Nehrung dar. Die vier Sterne weisen auf eine Zeit, als der Seemann noch ohne Kompass navigieren musste. Die Stadtflagge verwendet die Wappenfarben gelb und rot auf einer vertikal geteilten Flagge mit dem Stadtwappen in der Mitte.
Siehe auch
:
Flagge des Memellandes
Stadtgemeinde
Die Stadtgemeinde KlaipÄda (lit. KlaipÄdos miesto savivaldybÄ) ist eine Stadtgemeinde und umfasst nur die Stadt KlaipÄda (um die Stadt gibt es die Rajongemeinde KlaipÄda). Die Vertretung ist der Stadtrat KlaipÄda (KlaipÄdos savivaldybÄs taryba). Die ausfĂźhrende Gewalt wird von der Verwaltung der Stadtgemeinde KlaipÄda (KlaipÄdos savivaldybÄs administracija) ausgeĂźbt. Es gibt 482 Mitarbeiter (Stand: 2024). In der Gemeinde gibt es 122 Budgetanstalten mit 8.000 Mitarbeitern. Die Gemeinde hat 17 Ăśffentliche Einrichtungen (in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Tourismus-Informationen, Ăśffentlicher Verkehr und andere Dienstleistungen) und eine Beteiligung als Aktionärin an 14 Unternehmen (Bereitstellung der Versorgungsleistungen).
1918 entstand Stadt KlaipÄda als eine administrative Einheit im Bezirk KlaipÄda. 1924 lebten 36.187 Einwohner. Am 3. August 1946 wurde KlaipÄda zur Republikstadt (Respublikinio pavaldumo miestas) in der Litauischen SSR. 1947 kamen dazu JuodkrantÄ, Preila, Nida und Giruliai wurde zur Stadtsiedlung (miesto tipo gyvenvietÄ). 1967 lebten 131.400 und 1970 etwa 140.723 Einwohner.
1989 gab es 202.929 Einwohner. 1995 wurde die Stadtgemeinde (KlaipÄdos miesto savivaldybÄ) nach der Kommunalverwaltungsreform der Republik Litauen errichtet. Im April 2013 wurden strategische Ziele, die langfristige strategische Planung, eine Vision, Entwicklungsschwerpunkte fĂźr die Stadt KlaipÄda vom Gemeinderat im Rahmen des strategischen Entwicklungsplans 2013 bis 2020 festgelegt. 2013 hatte die Gemeinde 33 Investitionsprojekte. 2013 wurde der Gemeindehaushalt nach Plan durchgefĂźhrt: man sammelte 648.900 Litas (200.000 Euro) mehr als es im genehmigten ErlĂśsplan vorgesehen war. 2013 wurde der Haushalt mit 100,2 % ausgefĂźhrt.
Stadtgliederung
Zum 20. Dezember 2001 bekam KlaipÄda eine neue Verwaltungsgliederung und ist jetzt in 60 Stadtteile (miesto dalys oder mikrorajonai) eingeteilt. Einige davon tragen die Namen anderer litauischer Städte, andere beziehen sich auf die alten deutschen Namen der eingemeindeten DĂśrfer.
Stadtteile:
⢠AlksnynÄ (Alxnen)
⢠Bachmano dvaras (Bachmannshof)
⢠Baltija
⢠BaltikalnÄ (Baltikallen)
⢠BanduŞiai (Banduszen)
⢠BirutÄ
⢠Bomelio VitÄ (Bommelsvitte)
⢠DanÄ (Dange)
⢠Debrecenas (Rumpischken)
⢠Dubysa
⢠GandraliĹĄkÄs
⢠Giruliai (FÜrsterei)
⢠JoniĹĄkÄ (Janischken)
⢠JĹŤrininkai (âSeeleuteâ)
⢠KalotÄ (Kollaten)
⢠Kaunas
⢠Kretinga
⢠LabrenciĹĄkÄ (Labrenzischken)
⢠Laistų sodyba (Leisten)
⢠Laukininkai (PolangenstraĂe)
⢠Liepoja
⢠Lietuvninkai
⢠LuizÄ
⢠Lypkiai (Liebken)
⢠MaŞasis Kaimelis
⢠Pirmoji MelnragÄ (Melneraggen I)
⢠Antroji MelnragÄ (Melneraggen II)
⢠Medelynas
⢠Miťkas (Wald)
⢠Miťko dvaras (Waldhof)
⢠Naujamiestis (Neustadt)
⢠Nemunas (Memelfluss)
⢠Neringa (Nehrung, grenzt an die gleichnamige Gemeinde)
⢠PakrantÄs sodai (KĂźstengärten)
⢠Paupiai (Bachmannischken)
⢠Pempininkai (Pempen)
⢠PlytinÄ (Ziegelei)
⢠Poilsio (Urlaubsgebiet)
⢠Puťynas (Kiefernwald)
⢠Rimkai (Karlsberg)
⢠RotuĹĄÄ (Rathaus)
⢠RumpiĹĄkÄ (Rumpischken)
⢠ŠarlotÄ (Charlottenhof)
⢠Šauliai (Schaulen)
⢠Senamiestis (Altstadt)
⢠Sendvaris (Althof)
⢠ŠilutÄ
⢠SmeltÄ (Schmelz)
⢠SmiltynÄ (Sandkrug, auf der Nehrung)
⢠Švepelių sodyba (Schweppel)
⢠Tauralaukis (Tauerlauken)
⢠Universitetas
⢠Uostas (Hafen)
⢠Varpai
⢠VÄtrungÄ (âWetterfahneâ)
⢠Vingio (Wingkap)
⢠DidĹžioji VitÄ (GroĂe Vitte, SchloĂfreiheit auf dem nĂśrdlichen Dangeufer)
⢠MaĹžoji VitÄ (Kleine Vitte, ein bis zur Swiane reichendes Bauerndorf)
⢠Žardai (Szarde)
⢠Žardininkai (GÜtzhÜfen)
⢠Žvejybos uostas (Fischereihafen)
BĂźrgermeister
⢠1990â1992: Povilas Vasiliauskas
⢠1992â1994: Benediktas Petrauskas
⢠1994â1995: Jurgis AuĹĄra
⢠1995â1997: Silverijus Ĺ ukys
⢠1997â2001: Eugenijus Gentvilas
⢠2001â2007: Rimantas TaraĹĄkeviÄius
⢠2011â2023: Vytautas Grubliauskas
⢠seit 2023: Arvydas Vaitkus (* 1963), Wählergruppe IĹĄtikimi KlaipÄdai
VizebĂźrgermeister
⢠seit 2023: Lina Ĺ ukytÄ-KorsakÄ (* 1970), Algirdas Kamarauskas (* 1962) und Vaida RaugelÄ (* 1979)
⢠Bis 2023: Judita SimonaviÄiĹŤtÄ (* 1956), ArtĹŤras Ĺ ulcas (* 1957)
Verkehr
Schiffs- und Fährverkehr
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Hauptartikel
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Hafen KlaipÄda
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Hauptartikel
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LeuchttĂźrme KlaipÄda
In KlaipÄda befindet sich der mit Abstand wichtigste Seehafen Litauens (es existiert noch ein Seehafen in Ĺ ventoji, der unbedeutend ist, und ein Ălverladeterminal in BĹŤtingÄ). Der Hafen in KlaipÄda, der meist das ganze Jahr Ăźber eisfrei ist, spielt eine wichtige Rolle in der Verschiffung russischen ErdĂśls. Von hier aus bestehen auĂerdem Fährverbindungen (Personen- und Wirtschaftsverkehr) von DFDS Lisco (jetzt Teil von DFDS Seaways) nach Deutschland (Kiel), Dänemark und Schweden (Karlshamn). Seit Sommer 2018 verbinden Fähren der TT-Line KlaipÄda mit Rostock bzw. TravemĂźnde.
Von einer Anlegestelle in der Dange verkehrt tagsßber im Halbstundentakt eine Fähre nach Smiltyne (Sandkrug), d. h. zur Spitze der Kurischen Nehrung. In einem von der Dange abzweigenden Wassergraben der alten Burg befindet sich ein Yachthafen.
ĂPNV
Der Ăffentliche Nahverkehr wird mit Autobussen (fast ausschlieĂlich gebraucht Ăźbernommene MAN- oder Mercedes-Benz-Busse aus Deutschland) und Linientaxis realisiert. Bei letzteren handelt es sich um Busse etwa in GrĂśĂe eines Ford-Transit-Busses auf bestimmten Linien, die angehalten werden kĂśnnen.
2007 wurde ein neues elektronisches Ticketsystem eingefĂźhrt, bei dem der Fahrpreis von einem monatlich zu erwerbenden Guthaben abgebucht wird. Die wichtigsten Buslinien tragen die Nummern:
⢠3, vom Fischereihafen in den Sßden der Stadt
⢠6, vom SĂźdrand der Innenstadt zum Seebad MelnragÄ im Nordwesten der Stadt
⢠8, vom Sßdrand der Innenstadt zum Bahnhof
Speziallinien bedienen zum Schichtwechsel wichtige Betriebe im Hafenbereich.
Von 1904 bis 1934 betrieb die Memeler Kleinbahn AG eine elektrische StraĂenbahn auf einem Netz von elf Kilometern Länge. AuĂerdem wurden von ihr am 22. Oktober 1906 rund 50 Kilometer lange Kleinbahnstrecken erĂśffnet, die von Memel nach PĂśszeiten, Laugallen und Plicken fĂźhrten.
StraĂe
Eisenbahn
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Hauptartikel
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Bahnhof KlaipÄda
Am 1. Juni 1875 wurde Memel durch die PreuĂischen Staatseisenbahnen von Tilsit Ăźber Pagegiai/Pogegen ans Eisenbahnnetz angeschlossen. In der Zeit des deutschen Kaiserreiches war Memel im Fernverkehr angebunden an die ZĂźge der PreuĂischen Ostbahn, die von Berlin Ăźber KĂźstrin, Landsberg, SchneidemĂźhl, Bromberg, Thorn, Allenstein, Insterburg, Tilsit bis nach Memel fuhren. Seit dem Jahre 1892 fĂźhrte die Strecke Ăźber den Bahnhof von Memel hinaus nordwärts weiter nach Bajohren (heute Stadtteil von Kretinga). Dies war bis zum Ersten Weltkrieg die einzige Eisenbahnverbindung; heute wird sie nur noch im GĂźterverkehr befahren. 1925 bis 1929 baute der litauische Staat die Strecke von Ĺ iauliai (Schaulen) nach KlaipÄda. Auf dieser heute wichtigsten Eisenbahnverbindung der Stadt verkehren täglich FernzĂźge nach Vilnius und RegionalzĂźge, die von der litauischen Eisenbahn (LTG Link) betrieben werden.
Fernbusverkehr
Der Busbahnhof, von dem die Buslinien nach Ĺ iauliai, Ĺ ilutÄ und Vilnius (Ăźber Kaunas), Riga, LiepÄja, Polen, Deutschland und Kaliningrad abfahren, liegt direkt neben dem Hauptbahnhof. AuĂerdem halten viele Busse fĂźr den Verkehr auf der Kurischen Nehrung in SmiltynÄ.
Fluggesellschaften
Wirtschaft
In KlaipÄda befindet sich seit 1952 die Werft VakarĹł Baltijos laivĹł statykla, die heute als Zulieferer und Hersteller tätig ist. Insgesamt ist die Wirtschaft der Stadt durch die geografische Lage an der Ostsee deutlich maritim ausgerichtet. Als rechtliche und administrative Erleichterung fĂźr Investoren besteht eine Sonderwirtschaftszone, die Freie Wirtschaftszone KlaipÄda.
SehenswĂźrdigkeiten
Alt- und Neustadt
In der Altstadt von KlaipÄda sind zahlreiche restaurierte Fachwerkhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Simon-Dach-Brunnen mit einer Figur des aus einem Volkslied bekannten Ănnchen von Tharau auf dem Theaterplatz in der Altstadt. Hierbei handelt es sich um eine Nachbildung, da das Original direkt nach dem Zweiten Weltkrieg abhandengekommen war.
Im Zuge der Ĺ˝vejĹł StraĂe fĂźhrt die 1855 erbaute DrehbrĂźcke, auch KettenbrĂźcke genannt, Ăźber den Burgkanal. Dieses technische Denkmal wird auch heute noch von Hand betrieben. Daneben wurde 2010 die Bronzeskulptur âDas schwarze Gespenstâ oder âDer schwarze Geistâ aufgestellt.
Jenseits des Flusses Dange liegt die im 18. und 19. Jahrhundert angelegte Neustadt, welche sich nach dem Zweiten Weltkrieg zum Geschäftszentrum der Stadt entwickelt hat.
In KlaipÄda befinden sich auĂerdem zwei historische Postämter, davon das eine in einem kleinen Altstadthaus, das andere im Stil der norddeutschen Backsteingotik von 1893 mit Jugendstil-Innenausstattung (von Architekt Schoede)cite-ref-29[29] mit einem bekannten Glockenspiel befindet sich in der Neustadt. Auf dem Fluss Dange liegt das ehemalige Segelschulschiff Meridianas (heute Restaurant).
Kirchen
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Ruinen der durch Kriegseinwirkung beschädigten bzw. zerstÜrten Kirchen abgerissen:
⢠St. Johannis, eine der ältesten Kirchen Memels fßr die Deutsch sprechende Memeler StadtbevÜlkerung (Stadtkirche)
⢠St. Nikolai, eine der ältesten Kirchen Memels fĂźr die pruĂisch und kurisch sprechende LandbevĂślkerung (Landkirche)
⢠Jakobuskirche, Nachfolgerin der alten Landkirche St. Nikolai, fßr die baltische Sprachen sprechende Memeler LandbevÜlkerung
⢠Reformierte Kirche, hierzu gehÜrte auch später die Gemeinde der Englischen Kirche
⢠Parochie Vitte, nur kurze Zeit im Norden von Memel bestehend
⢠Englische Kirche (English Church)
⢠Katholische Kirche, fĂźr Stadt und Landbereich Memel. Sie wurde 1782 fĂźr die eingewanderte Ĺžemaitische BevĂślkerung gegrĂźndet. In den Jahren 1863â1865 wurde in der TĂśpferstraĂe eine steinerne Kirche an Stelle einer hĂślzernen Kapelle nach den Plänen von Baurat Meyer im gotischen Stil als dreischiffige gewĂślbte Hallenkirche erbaut. Der neue Turm hatte eine HĂśhe von rund 50 Metern.
Die älteste Memeler Kirche, die 1291 urkundlich erwähnte Marienkirche, brannte 1679 beim Schwedeneinfall ab.cite-ref-30[30]
Erhalten sind die heutige katholische ChristkĂśnigskirche von 1865 (Kristaus karaliaus baznycia) und die 1851 erbaute Baptistenkirche. Die evangelisch-lutherische Gemeinde nutzt ein ehemaliges Privathaus in der Altstadt.
Die von 1957 bis 1960 errichtete katholische Pfarrkirche Maria Frieden wurde ab 1963 als Philharmonie genutzt und 1988 an die Katholische Gemeinde zurĂźckgegeben.
Die 1991 errichtete katholische Kirche Josef der Arbeiter befindet sich im SĂźden der Stadt.
Synagogen
In Memel befanden sich vor dem Zweiten Weltkrieg jĂźdische Einrichtungen in der
⢠WallstraĂe âpolnische Schulâ mit Tauchbad, fĂźr die russischen Kaufleute.
⢠BaderstraĂe, âLehrhausâ fĂźr die litauischen Juden, später âBeth-Midrashâ.
⢠BäckerstraĂe, Bethaus fĂźr die deutschen Juden.
⢠KehrwiederstraĂe, Bethaus fĂźr die deutschen Juden.
Kunst im Ăśffentlichen Raum
KlaipÄda verfĂźgt Ăźber zahlreiche Kunstwerke und Denkmäler im Ăśffentlichen Raum. Verstreut Ăźber die Altstadt gibt es kleinere Skulpturen wie den âKrug mit Geldâ und âDas Wundermäuschenâ.
Imposant ist âArkaâ (âDer Bogenâ), der 2003 anlässlich des 85. Jahrestages des Tilsit-Aktes und des 80. Jahrestages der Vereinigung Litauens mit dem Memelgebiet errichtet wurde. Die kleine Säule aus rotem Granit symbolisiert Kleinlitauen, die quadratische graue Granitsäule Litauen. Die Abbruchkante oberhalb der roten Säule symbolisiert das seit 1945 zu Russland gehĂśrende KĂśnigsberger Gebiet. Am oberen Teil des Denkmals ist ein Spruch der Schriftstellerin Ieva SimonaitytÄ eingemeiĂelt: âWir sind ein Volk, ein Land, ein Litauenâ.
In dem an âArkaâ angrenzenden Park, am rechten Ufer der Dange, findet der Besucher weitere Kunstwerke. Ein paar hundert Meter davon entfernt liegt der Skulpturenpark von MaĹžvydas, der 1977 anstelle des alten städtischen Friedhofes angelegt wurde. In diesem weitläufigen Park sind mehr als 100 Werke litauischer Bildhauer zu sehen.
âJuodasis Vaiduoklisâ, der âschwarze Geistâ, ist eine Bronzefigur an der KettenbrĂźcke, die eine gespenstische Gestalt darstellt, welche laut einer Sage den Burgwächter Hans von der Heide 1595 vor einer Hungersnot gewarnt haben soll.
Umgebung
Im nahegelegenen Nida (deutsch Nidden), das heute Hauptort der Gemeinde Neringa (Nehrung) auf der Kurischen Nehrung ist, befindet sich das ehemalige Sommerhaus von Thomas Mann. NĂśrdlich von KlaipÄda liegt der wichtigste Badeort Litauens, Palanga.
Kultur
Universitäten und Hochschulen
In KlaipÄda/Memel existieren eine Universität, mehrere Fachhochschulen, das Staatliche Kolleg KlaipÄda sowie ein bilinguales, deutsch-litauisches Gymnasium, das Hermann-Sudermann-Gymnasium.
Siehe auch
:
Ăffentliche Bibliothek der Stadtgemeinde KlaipÄda
und
Ăffentliche Ieva-SimonaitytÄ-Bezirksbibliothek KlaipÄda
PersĂśnlichkeiten
â
Hauptartikel
:
Liste von PersĂśnlichkeiten der Stadt KlaipÄda
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Simon Dach (1605â1659), Dichter, u. a. des Liedes Ănnchen von Tharau
⢠Matthäus Prätorius (1635â1704), evangelischer Pfarrer, Historiker und Ethnograph
⢠Johan Daniel Berlin (1714â1787), Komponist
⢠David Bruhn (1727â1782), evangelischer Theologe, Prediger und Kirchenlieddichter
⢠Johannes SchĂśnherr (1771â1826), protestantischer Theosophcite-ref-31[31]
⢠Johann Bernhard Anderson (1778â?), Kriegs- und Domänenrat in KĂśnigsberg
⢠Charles Stanislaus Frentzel-Beyme (1788â1860), deutscher Kaufmann und Politiker
⢠Friedrich Wilhelm August Argelander (1799â1875), Astronom
⢠Johann August Muttray (1808â1872), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
⢠Catharina Julia Roeters van Lennep (1813â1883), niederländische Malerin und Zeichnerin
⢠Franz Brandstäter (1815â1883), Philologe
⢠Hermann von Ostrowski (1816â1896), preuĂischer Generalmajor und Kommandeur der 17. Infanterie-Brigade
⢠Franz Karl August Boguslaw von Karczewsky (1820â1884), preuĂischer Generalleutnant und Direktor des Militär-Ăkonomiedepartements im Kriegsministerium
⢠Julius KrĂśhl (1820â1867), Ingenieur in Amerika, U-Boot-Pionier
⢠Johanna Hering, verheiratete Salkowsky (1821â1884), Jugendbuch-Autorin
⢠James Hobrecht (1825â1902), Stadtplaner
⢠Rudolf Reicke (1825â1905), Philosoph
⢠Alfred Muttray (1842â1918), Baurat in Danzig
⢠Bertha Schrader (1845â1920), Malerin, Grafikerin und Lithografin
⢠Paul FraiĂe (1851â1909), Zoologe
⢠Heinrich Hoeftman (1851â1917), Orthopäde
⢠Benno Becker (1860â1938), Maler und Akademieprofessor
⢠Arthur Becker (1862â1933), Politiker, Gutsbesitzer und Landwirt
⢠Paul Block (1862â1934), Journalist, Theaterkritiker und Schriftsteller
⢠Elly Bender (1863â1947), Theaterschauspielerin und Opernsängerin
⢠William Campbell of Breadalbane (1863â1944), preuĂischer Generalmajor und Kommandeur der 94. Reserve-Infanterie-Brigade
⢠Hedwig Andersen (1866â1957), Logopädin
⢠Curt Jany (1867â1945), preuĂischer General
⢠Eduard Loch (1868â1945), Philologe und Studentenhistoriker in KĂśnigsberg
⢠Eduard Kado (1875â1946), Maler
⢠Leon Zeitlin (1876â1967), Wirtschaftsfachmann, preuĂisches Landtagsmitglied (DDP)
⢠George Adomeit (1879â1967), Maler in Amerika
⢠Heinrich Ancker (1886â1960), deutscher Admiral im Zweiten Weltkrieg
⢠Bernhard KĂźhl (1886â1946), deutscher General der Flieger im Zweiten Weltkrieg
⢠Ernst Gronau (1887â1938), Schauspieler
⢠Siegfried Macholz (1890â1975), deutscher General im Zweiten Weltkrieg
⢠Ernst Reinke (1891â1943), Politiker (KPD)
⢠Karl Eulenstein (1892â1981), Maler
⢠Berthold Mueller (1898â1976), Rechtsmediziner und Hochschullehrer
⢠David Carlebach (1899â1951), orthodoxer Rabbiner und Pädagoge
⢠Erich KeĂler (1899â1989), Ministerialbeamter
⢠Gustavas Gvildys (1901â1945), litauisch-deutscher FuĂballspieler
⢠Gerhard Kessler (1903âunbekannt, wahrscheinlich nach 1974), Jurist und Polizei- sowie Gestapobeamter
⢠Villys Gvildys (1906âunbekannt), litauisch-deutscher FuĂballspieler
⢠Horst Erich Wolter (1906â1984), Typograf, Gebrauchsgrafiker und Buchgestalter
⢠Walter Mamat (1912â1976), Kunstmaler
⢠Reinhold Meyer (1912â1992), Präsident des Posttechnischen Zentralamts
⢠Werner Buxa (1916â1998), Offizier und Autor
⢠Marie Schumann (1921â2017), Lokalpolitikerin (SPD)
⢠Karl Heinz Engelin (1924â1986), Bildhauer
⢠Mascha RolnikaitÄ (1927â2016), Autorin und HolocaustĂźberlebende
⢠Herbert Schedwill (1927â2015), Ingenieur, Hochschullehrer und Fachbuchautor
⢠Arno Esch (1928â1951), liberaler Politiker in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)
⢠Paul GĂźnter Krohn (1929â1979), Literaturwissenschaftler und Lyriker
⢠GĂźnter Gräwert (1930â1996), Schauspieler und Regisseur
⢠Hans-Joachim Zander (1933â2024), Ingenieur und Hochschullehrer
⢠Dieter Giesing (* 1934), Theaterregisseur
⢠Harald Mueller (1934â2021), Dramatiker, HĂśrspielautor und Ăbersetzer
⢠Michael Naura (1934â2017), Jazzpianist, Redakteur und Publizist
⢠Klaus Adomeit (1935â2019), Rechtswissenschaftler, Juraprofessor in Berlin
⢠Dietmar Willoweit (1936â2023), Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
⢠JĂźrgen A. E. Meyer (1937â1989), Arbeits- und Sozialrechtler in Bremen
⢠Tomas Venclova (* 1937), Dichter, Schriftsteller und Ăbersetzer
⢠JĂźrgen Costede (1939â2021), Rechtswissenschaftler
⢠Wulf-Dietrich Rose (* 1940), Sachbuchautor und Unternehmer im Bereich der Baubiologie
⢠GĂźnter Willumeit (1941â2013), Humorist
⢠Hannes Adomeit (1942â2022), Politikwissenschaftler
⢠Joachim Bublath (* 1943), Physiker und Fernsehmoderator
⢠Lena Valaitis (* 1943), Schlagersängerin
⢠Hans Henning Atrott (1944â2018), Sterbehelfer
⢠Stefan SchĂźtz (1944â2022), Schriftsteller
⢠Giedrius Donatas Aťmys (* 1946), Politiker, Bßrgermeister von Kaunas von 2002 bis 2003
⢠Vytautas Grubliauskas (* 1956), Musiker, seit 2011 BĂźrgermeister von KlaipÄda
⢠Arvydas Pocius (* 1957), litauischer Generalleutnant und Diplomat
⢠Irina Rozowa (1958â2023), Journalistin und Politikerin
⢠Vaclavas Kidykas (* 1961), Diskuswerfer
⢠Leonidas Donskis (1962â2016), Philosoph und Kritiker
⢠Arvydas Vaitkus (* 1963), Manager, Politiker, BĂźrgermeister der Stadtgemeinde KlaipÄda
⢠Remigijus Lupeikis (* 1964), Radrennfahrer
⢠Daiva PetkeviÄienÄ (* 1964), Politikerin
⢠Ingrida ValinskienÄ (* 1966), Sängerin und Politikerin
⢠Asta BaukutÄ (* 1967), Schauspielerin und Politikerin
⢠Artōras Kasputis (* 1967), Radrennfahrer
⢠Tomas Ĺ˝iukas (* 1970), FuĂballspieler
⢠Andrius Bielskis (* 1973), Philosoph
⢠Eurelijus Žukauskas (* 1973), Basketballspieler
⢠Visvaldas Kulbokas (* 1974), Diplomat des Heiligen Stuhls und rÜmisch-katholischer Erzbischof
⢠Giedrius Premeneckas (* 1974), Flottillenadmiral
⢠Ramōnas Vyťniauskas (* 1976), Gewichtheber
⢠Tomas DanileviÄius (* 1978), FuĂballspieler
⢠Vladimir Smirnov (* 1978), Radrennfahrer
⢠Vidas Alunderis (* 1979), FuĂballspieler
⢠Vaida RaugelÄ (* 1979), Politikerin, VizebĂźrgermeisterin der Stadtgemeinde KlaipÄda
⢠Arvydas Macijauskas (* 1980), Basketballspieler
⢠AgnÄ BilotaitÄ (* 1982), Politikerin
⢠Žygimantas Jonuťas (* 1982), Basketballspieler
⢠Tomas Vaitkus (* 1982), Radrennfahrer
⢠Sergej Maslobojev (* 1987), Mixed Martial Arts, Boxer und Kickboxer
⢠Audrius Petroťius (* 1988), Politiker und Seimas-Mitglied
⢠Marius PapĹĄys (* 1989), FuĂballspieler
⢠Edvinas Girdvainis (* 1993), FuĂballspieler
⢠Ruta Mur (* um 1993), Sängerin
⢠Mindaugas DumÄius (* 1995), Handballspieler
⢠Audrius Knaťas (* 1998), Volleyballspieler
⢠Roman Sivakov (* 2003), Sportkletterer
Personen, die in der Stadt gewirkt haben
⢠Johann von Tiefen (1440â1497), Hochmeister des Deutschen Ordens
⢠Friedrich Wilhelm August Argelander (1799â1875), Astronom
⢠Ludwig Hagen (1829â1892), preuĂischer Hafen- und Wasserbaumeister
⢠Isaak RĂźlf (1831â1902), Rabbiner und Politiker
⢠Wilhelm Brindlinger (1890â1967), OberbĂźrgermeister (1931â1944)
EhrenbĂźrger
Partnerschaften
KlaipÄda listet folgende vierzehn Partnerstädte auf:cite-ref-twins-33-0[33]
| Stadt | Land | seit |
|---|---|---|
| Cleveland | Vereinigte Staaten Ohio, Vereinigte Staaten | 1992 |
| Debrecen | Ungarn Ăszak-AlfĂśld, Ungarn | 1970 / 1989 |
| Gdynia | Polen Pommern, Polen | 1993 |
| Kaliningrad | Russland Russland | 1993 |
| Karlskrona | Schweden Blekinge, Schweden | 1989 |
| Kotka | Finnland Kymenlaakso, Finnland | 1994 |
| Køge | Danemark SjÌlland, Dänemark | 1995 |
| Kuji | Japan TĹhoku, Japan | 1989 |
| LiepÄja | Lettland Kurzeme, Lettland | 1997 |
| LĂźbeck | Deutschland Schleswig-Holstein, Deutschland | 1990 |
| Mannheim | Deutschland Baden-WĂźrttemberg, Deutschland | 1915 / 2002 |
| Mahiljou | Belarus Belarus | 1997 |
| North Tyneside | Vereinigtes Konigreich North East England, Vereinigtes KĂśnigreich | 1995 |
| Odessa | Ukraine Ukraine | 2004 |
| Qingdao | China Volksrepublik Ostchina, Volksrepublik China | 2004 |
| Sassnitz | Deutschland Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland | 2013 |
| Stettin | Polen Westpommern, Polen | 2002 |
| Tscherepowez | Russland Wologda , Russland | 1992 |
Siehe auch
Literatur
⢠Memel, Regierungsbezirk KĂśnigsberg, OstpreuĂen. In: Meyers Gazetteer. mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Memel (meyersgaz.org).
⢠Kurt Dieckert, Horst Grossmann: Der Kampf um Ostpreussen. MĂźnchen 1960, ISBN 3-87943-436-0, S. 46â56, 96â97.
⢠Vasilijus Safronovas: Kampf um Identität: Die ideologische Auseinandersetzung in Memel/KlaipÄda im 20. Jahrhundert. Harrassowitz, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-447-10352-7.
⢠Christian Roedig: Theater im fernen Norden. Memels Schauspielhaus zwischen PreuĂen, Deutschem Reich und litauischer Republik. Husum 2018, ISBN 978-3-89876-951-8 (PRUSSIA Schriftenreihe, Werk 52).
⢠Anton Friedrich BĂźsching: Neue Erdbeschreibung, Teil 1, Band 2: Das KĂśnigreich PreuĂen, Hamburg 1777, S. 1198â1199, Ziffer 10, (Google Books).
⢠Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des KĂśnigreichs Preussen. Teil I: Topographie von Ost-Preussen. Marienwerder 1785, S. 31â33, Ziffer 10; Textarchiv â Internet Archive.
⢠(anonym): Sammlung einiger Denkwßrdigkeiten von der KÜniglich Preussischen Immediat-Stadt Memel. Band 1, Gottlieb Lebrecht Hartung, KÜnigsberg 1792 (Google Books).
⢠Rezension zu Sammlung einiger DenkwĂźrdigkeiten von der KĂśniglich Preussischen Immediat-Stadt Memel (KĂśnigsberg 1792), in: Neue allgemeine deutsche Bibliothek, Band 7, Teil 2, Carl Ernst Bohn, Kiel 1794, S. 419â421 (Google Books).
⢠Johannes Sembritzki: Geschichte der kĂśniglich preuĂischen See- und Handelsstadt Memel. Memel 1900.
⢠Martin Zeiller: Memmel. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (= Topographia Germaniae. Band 13). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1652, S. 38â39 (Volltext [Wikisource]).
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: KlaipÄda
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: KlaipÄda
â ReisefĂźhrer
⢠Offizielle Website der Stadt KlaipÄda (litauisch, englisch, deutsch, russisch).
⢠Stadt Memel. Territorial.de
⢠Genealogie. wiki.genealogy.net
⢠Geschichte der Stadt Memel. (PDF; 987 kB) annaberger-annalen.de, 2003.
⢠Annaberger Annalen. (PDF; 0,1 MB) 1995.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Statistik. registrucentras.lt
cite-note-22. â Zu Memel in diesem Jahr siehe Thomas Stamm-Kuhlmann: KĂśnig in Preussens grosser Zeit. Friedrich Wilhelm III. der Melancholiker auf dem Thron. Siedler, Berlin 1992, ISBN 3-88680-327-9, S. 285â295.
cite-note-33. â Ludwig Adolf Wiese: Das hĂśhere Schulwesen in PreuĂen. Historisch-statistische Darstellung. Berlin 1864, S. 56 (Google Books).
cite-note-44. â Ăbersicht der PreuĂischen Handelsmarine. E. Wendt & Co., Stettin Januar 1848, S. 13 ff. (digitale-sammlungen.de).
cite-note-55. â Ludwig Hagen: Der Hafen zu Memel. In: Zeitschrift fĂźr Bauwesen. Nr. 10, 1884, Sp. 385â404 (zlb.de). (Fortsetzung). In: Zeitschrift fĂźr Bauwesen. Nr. 1, 1885, Sp. 33â64 (zlb.de).
cite-note-66. â Francis J. Reynolds: The story of the Great War. Band 5. Collier, New York 1916, S. 1535â1536.
cite-note-77. â Peter Jahn, Andrea Kamp, Andrea Moll, Philipp Springer, Elisabeth Tietmeyer: Unsere Russen â Unsere Deutschen. Bilder vom Anderen, 1800 bis 2000. Ch. Links-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-86153-460-0, S. 112â113.
cite-note-88. â Klaipeda. Mannheim.de; abgerufen am 5. Dezember 2021.
cite-note-aa1919-99. â Auswärtiges Amt: Materialien, betreffend die Friedensverhandlungen, Teil III, abgeschlossen am 29. Mai 1919. Deutsche Verlagsgesellschaft fĂźr Politik und Geschichte, Charlottenburg 1919, S. 49.
cite-note-1010. â Olav F. Knudsen: The Foreign Policies of the Baltic States: Interwar Years and Restoration. In: Cooperation and Conflict. Jg. 28 (1993), S. 47â72, hier S. 51.
cite-note-1111. â Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962â1977.
cite-note-1212. â Tomasz Blusiewicz: Illegal, Anti-Socialist and Petty Bourgeois: How Maritime Smuggling in the Baltic Undermined the Soviet Economy. (PDF) In: Zeitschrift fĂźr Ostmitteleuropa-Forschung 4/2019. 2019, S. 551â575, abgerufen am 14. Dezember 2020 (englisch).
cite-note-1313. â Memel. In: Der GroĂe Brockhaus, 15. Auflage. Band 12, 1932, S. 381.
cite-note-1414. â Karte von Franz Tetzner mit Tabelle aus: Franz Tetzner: Die Slaven in Deutschland: Beiträge zur Volkskunde der Preussen, Litauer und Letten, der Masuren und Philipponen, der Tschechen, Mährer und Sorben, Polaben und Slowinzen, Kaschuben und Polen. Braunschweig 1902, Kartenteil âZu Seite 127.â
cite-note-1515. â Zu Evakuierung und RĂźckkehr siehe Ruth Kibelka: Memellandbuch. FĂźnf Jahrzehnte Nachkriegsgeschichte. Basisdruck, Berlin 2002, ISBN 3-86163-128-8, S. 30â38.
cite-note-hhs-161. Handbuch der historischen Stätten: Ost- und WestpreuĂen. KrĂśner, Stuttgart 1981, S. 143.
cite-note-172. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des KĂśnigreichs Preussen. Teil I: Topographie von Ost-Preussen. Marienwerder 1785, S. 32; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-krug-183. Leopold Krug: Die Preussische Monarchie; topographisch, statistisch und wirthschaftlich dargestellt. Nach amtlichen Quellen. Teil I: Provinz Preussen. Berlin 1833, S. 186â191; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-aam-194. Alexander August MĂźtzell, Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches WĂśrterbuch des preussischen Staats. Band 3: KrâO. Halle 1822, S. 187, Ziffer 1288; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-205. Neue Allgemeine Geographische und Statistische Ephemeriden. Band 30. Geographisches Institut, Weimar 1830, S. 24 (online).
cite-note-aep-216. August Eduard PreuĂ: PreuĂische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von PreuĂen. Ein Handbuch fĂźr die Volksschullehrer der Provinz PreuĂen, so wie fĂźr alle Freunde des Vaterlandes. GebrĂźder Bornträger, KĂśnigsberg 1835, S. 526â529, Ziffer 124; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-227. Statistisches Bureau zu Berlin: Tabellen und amtliche Nachrichten Ăźber den Preussischen Staat fĂźr das Jahr 1849. Band I: Die statistische Tabelle, d. i. Nachrichten Ăźber die Gebäude, die Einwohner und den Viehstand so wie die Uebersicht der verschiedenen Wohnplätze enthaltend. Berlin 1851, S. 413; Textarchiv â Internet Archive.
cite-note-238. Adolf Schlott: Topographisch-statistische Uebersicht des Regierungs-Bezirks KĂśnigsberg, nach amtlichen Quellen. Hartung, KĂśnigsberg 1861, S. 157, Ziffer 198.
cite-note-kstatb1871-249. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Preussen und ihre BevĂślkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt. KĂśnigliches Statistisches Bureau, Berlin 1874, S. 2â3, Ziffer 1.
cite-note-neumann-2510. Gustav Neumann: Geographie des PreuĂischen Staats. 2. Auflage. Band 2. Berlin 1874, S. 8â9, Ziffer 1.
cite-note-vg-2611. Michael Rademacher: OstpreuĂen: Stadt- und Landkreis Memel. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂźck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
cite-note-2712. Memel. [2]. In: Meyers GroĂes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 13: LyrikâMitterwurzer. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1908, S. 585â586 (Digitalisat. zeno.org).
cite-note-meyersgaz-2813. Memel, OstpreuĂen. In: Meyers Gazetteer. (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer alten Landkarte der Umgebung von Memel).
cite-note-2929. â Ernst Vogelsang: Denkschrift zur ErĂśffnung des Posthauses Memel. Memel (16-10-1893).
cite-note-3030. â Marienkirche. genealogy.net
cite-note-3131. â Real-Encyclopädie fĂźr protestantische Theologie und Kirche. Band 13 und 14. Gotha 1864, S. 620â647.
cite-note-3232. â Eine hohe Auszeichnung fĂźr Peter Oertling. In: LĂźbecker Nachrichten. 4. August 2002, S. 26.
cite-note-twins-3333. â Miestai partneriai. In: klaipeda.lt. KlaipÄdos miesto savivaldybÄ, abgerufen am 27. Januar 2019.